Wacholderdrossel
  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Drosseln (Turdidae)
  • Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
  • Art: Wacholderdrossel (Turdus pilaris)

Wacholderdrossel (Turdus pilaris)

Volkstümliche Namen

Bekam den Namen von der Nahrung (Wacholderbeeren). Im Laufe der Zeit gebrauchten die Mundarten unterschiedliche Synonyme für den Wacholderbaum, so dass sich in der Geschichte auch Namen wie Kranewitevogel oder Krammsvogel finden lassen (Kranawitu = Wacholder). Teils aber auch Benennung nach der Stimme, für welche u.a. die schak-schak Rufe charakteristisch sind (Schacker, Schachtdraussel).

Aussehen

  • Groß, langschwänzig, robust
  • Mantel rotbraun, weiße Unterflügeldecken, unterseits kräftig gefleckt
  • Kopf und Nacken grau
  • Schnabel mindestens an der Basis gelb
  • Länge 22-27cm
  • Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt

Kennzeichen

Eher flatternder, weniger wellenförmiger Flug. Unterscheidbar von der Misteldrossel durch gänzlich schwarze Schwanzfedern und den grauen Nacken.

Vorkommen

Brütet in offenen Laub- und Mischwäldern, Feldgehölzen, Feldern, Mooren, Alleen, Parks, und Gärten Ab Herbst in Trupps auf Wiesen und sogar mitten in den Städten. Sehr robust, überwintert manchmal nahe der Schneegrenze.
Beobachtungszeit: ganzjährig

Verhalten

Sie verteidigen die unmittelbare Umgebung ihres Zuhauses vehement und mit kollektivem Einsatz. Greifen dabei oft gemeinsam an, verwenden auch gezielte Kotspritzer als Abwehrwaffe.

Nahrung

Sommer: vorliebend Regenwürmer, Schnecken, große Insekten und Larven  
Wintermonate: Pflanzenkost insb. Beeren

Stimme

Ruft durchdringend gepresst „gih“ und rau schackernd in schnellem Temppo „gag schak-schak-schak“.