Steinrötel (F: LBV)
  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
  • Gattung: Monticola
  • Art: Steinrötel

Steinrötel (Monticola saxatilis)

Volkstümliche Namen

Das bayerische Synonym für den Vogel ist 'Birglerch' bzw. 'Berglerche'.

Kennzeichen

Der Steinrötel ähnelt einer Drossel, hat aber längere Flügel und einen kürzeren Schwanz. Bei den Weibchen ist der Schwanz rostrot gefärbt. Die Jungen erscheinen gefleckter als die Weibchen. Mit 19 Zentimeter Länge ist diese Art etwas kleiner als die Singdrossel.  Typisch für diese Art ist der weiße Rückenfleck, der beim Auffliegen erkannt werden kann.

Vorkommen

Der Steinrötel ist ein extrem seltener Brutvogel in den bayerischen Alpen. Erstmals brüteten die ursprünglich in Deutschland ausgestorbenen Tiere wieder Anfang des Jahretausends in den Allgäuer Hochalpen.

Nahrung

Steinrötel ernähren sich von Insekten und Beeren.

Fortpflanzung

Das Nest wird in Felsspalten, Höhlen oder Mauernischen gebaut. Es kann bis zu sieben Meter hoch liegen, aber auch am Erdboden bauen einige Paare. Der Eingang des Nestes, das aus einem äußerlich wirren Haufen von Halmen mit einer sauber eingearbeiteten Nestmulde besteht, ist meist durch einen Busch verborgen. Das Weibchen bebrütet die vier bis sechs Eier 14 bis 16 Tage. Nach ca. 14 Tagen verlassen die Jungen das Nest und werden dann noch zwei weitere Wochen gefüttert. Danach zerstreuen sie sich, um bis zur Brutzeit als Einzelgänger zu leben.

Bedrohung

Der Steinrötel reagiert empfindlich gegenüber Störungen. Auch Ornithologen und Fotografen können dabei auf der Suche nach den Tieren gravierende Beeinträchtigungen der Balz, Brut und Aufzucht bewirken.

Verhalten

Im Brutgebiet trägt das Männchen seinen kraftvoll flötenden Gesang von einer Felskuppe aus vor, nicht selten geschieht dies auch im Singflug, zu dem es stumm aufsteigt und dann nach einer Luftkapriole flötend wieder herabsinkt.