• Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
  • Familie: Störche (Ciconiidae)
  • Gattung: Eigentliche Störche (Ciconia)
  • Art: Schwarzstorch

Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Aussehen

  • Kopf, Hals, Brust, gesamte Oberseite: Schwarz, metallisch schimmernd
  • Schnabel, Beine: bei Altvögeln rot, bei Jungvögeln grünlich
  • Gestalt: wie WS, nur unbedeutend kleiner
  • Unterseite weiß
  • Flügge Jungvögel: stumpferes Gefieder mit braunen Federn
  • Männchen und Weibchen gleich gefärbt
  • Flug: Hals ausgestreckt

Ruf des Schwarzstorchs - Hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Allgemeine Daten

  • Größe: 90-105cm
  • Flügelspannweite: 173-205cm
  • Gewicht: 2,4 - 3 kg
  • Ältester Ringvogel: 18 ½ Jahre

Verbreitung

Der Schwarzstorch ist ein lokaler, weit verbreiteter, bei uns aber eher seltener Brutvogel. Von weltweit ca. 12.000-16.000 finden sich in DE etwa 500-560 Brutpaare. Als Zugvögel meist Überwinterung in Afrika, jedoch zunehmend auch in Europa.

Nest

Ca. im April Nestbau aus Ästen auf Bäumen in alten, ruhigen Wäldern; beide Vögel bauen.

Verhalten

Der tagaktive, eher scheue und seltene Schwarzstorch ruft im Gegensatz zum Weißstorch auch und klappert seltener. Zwar ist er ein Segelflieger, jedoch weniger stark von Thermik abgängig als der Weißstorch.

Nahrung

Suche oft am und im seichten Wasser, hauptsächlich Wasserinsekten, Fische, Frösche und Molche. Dabei stochert er danach und stößt schnell zu. Anders als beim Weißstorch frisst er weniger Landtiere (z.B. Insekten, Mäuse, Reptilien).

Fortpflanzung

Die Schwarzstörche führen quasi eine monogame Saisonehe und sind durch die ausgeprägte Ortstreue oft auch sehr partnertreu. Legebeginn (3-5 Eier) ist ab Mitte April, die Brutdauer beträgt etwa 32-40 und die Nestlingszeit etwa 63 - 71 Tage.

Gefährdung

Bayern: auf der roten Liste bedrohter Tierarten

  • Sehr empfindlich bei kleinsten Störungen durch Wanderer und Gleitschirmflieger
  • Durch Aufforsten, verstärkte Nutzung von Waldwiesen und Flusstälern findet er immer schwerer Nahrung- Zu wenig geeignete Brutstandorte
  • Stromleitungen und Windkraftanlagen
  • Schlag- und Tellerfallen
  • Verfolgung der Tiere auf ihrem Zug in Überwinterungsgebiete