• Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Pirole (Oriolidae)
  • Gattung: Pirole (Oriolus)
  • Art: Pirol

Pirol (Oriolus oriolus)

Volkstümliche Namen

Der Pirol ist seit Jahrhunderten der Wappenvogel des Adelsgeschlechts von Bülow und wird deshalb auch Vogel Bülow genannt. Der Humorist Vicco von Bülow wählte das französische Wort für den Pirol als Künstlernamen: Loriot. Wegen seiner späten Rückkehr im Mai wird der Pirol im Volksmund auch Pfingstvogel genannt. Desweiteren ist er auch als Kirschvogel, Goldamsel, Bierholer und Regenkatze bekannt.

Ruf des Pirols - hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Kennzeichen

Etwa 24cm groß und ca. 70g schwer (etwa amselgroß), schlank; Männchen im Alter leuchtend gelb; Flügel schwarz mit gelbem Fleck am Ansatz der Handschwingen; Schwanz schwarz mit gelbem Außenrand an der Spitze; schwarzer Augenstrich zwischen rotem Schnabel und rotem Auge; Oberseite alter Weibchen grün bis gelbgrün, gelblich oder grüngrau, Unterseite weißgrau bis gelblich mit feinen dunklen Längsstreifen; Unterschwanzdecken und äußere Schwanzspitzen gelb; Augenstrich nur angedeutet. Geschlechtsbestimmung aufgrund verschiedener Übergangskleider im Feld oft unmöglich. Stimme sehr vielfältig. Flötender Reviergesang („didlioh“), rätschende Warnrufe („hiäh/chrä“).

Verbreitung

In großen Teilen Europas brütend. Sommervogel, der hauptsächlich in den Hochländern und Waldgebieten Ostafrikas überwintert.

Lebensraum

Lichte Auenwälder, Bruchwälder, feuchte Feldgehölze, Laub-, Misch-, und Nadelwälder, Parks, große Gärten, Friedhöfe, Streuobstwiesen, hohe Obstbäume, Windschutzgürtel und Alleen. Auf dem Zuge auch in Wein- und Olivenplantagen, Oasen und im Hochgebirge.

 

Bestand

In Bayern ca. 3200-5000, in Deutschland ca. 27.000-58.000 Brutpaare

Nahrung

Überwiegend Insekten, insbesondere Larven, zeitweise auch Früchte (z.B. Kirschen).

Nest

Randzone der oberen Kronenhälfte von Bäumen (in Mitteleuropa meist Eichen, Pappeln und Erlen); napfförmig, fast ausschließlich in einer aus zumeist zwei waagerechten Ästen gebildeten Astgabel hängend.

Brutzeit

Ende Mai bis Anfang Juli; 1 Jahresbrut

Gelege

Meist 4, häufig 3, gelegentlich 5 Eier.

Gelege

Meist 4, häufig 3, gelegentlich 5 Eier.

Brutdauer

13 – 18 Tage

Nestlingsdauer

13-20 Tage

Gefährdung

Gefährdet insbesondere durch Lebensraum und Nahrungsverlust.