• Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Schwalben (Hirundinidae) Schwalben (Hirundinidae)
  • Gattung: Delichon
  • Art: Mehlschwalbe

Mehlschwalbe (Delichon urbicum)

Volkstümliche Namen

Den Mehlschwalben hat der Mensch, in dessen Nähe die Vögel leben, mehrere Namen gegeben, wie zum Beispiel Steierling oder Haus-, Fenster- oder Mauerschwalbe.

Ruf der Mehlschwalbe - hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Kennzeichen

Unterseite und Bürzel schneeweiß, Schwanz gegabelt, aber ohne Spieße. Der Gesang wird entweder auf einer Warte oder im Flug vorgetragen und ist ein leises, schwätzendes Gezwitscher, ohne Triller.

Vorkommen

April bis Oktober. Offene Landschaften, die einen großen Reichtum an Fluginsekten aufweisen, werden zur Nahrungssuche aufgesucht. Aber auch zwischen hohen Gebäuden in Siedlungen und Städten. Überwintern im Süden der Sahara bis nach Südafrika.

Nest

Ursprünglich ein Brutvogel an steilen Felsen und Klippen. Baut geschlossenes Lehmnest mit schmalem Einschlupf außerhalb von Gebäuden. Meist in Kolonien. Diese Art ist sehr brutorttreu - hat sich ein Tier für einen bestimmten Neststandort entschieden, kehrt es immer wieder dorthin zurück.

Nahrung

Insekten, die im Flug gefangen werden. Dabei kann man beobachten, dass bei schönem, trockenem Wetter die Schwalben hoch fliegen (auch die Insekten) und bei hoher Luftfeuchtigkeit kurz vor einem Regenguss die Tiere niedrig über der Vegetation jagen. Für die Jungen werden Futterballen aus mehreren Insekten und Speichel geformt.

Info

(Karte: Rödl et al. (2012): Atlas der Brutvögel in Bayern. Verlag Eugen Ulmer)

Vogel des Jahres 1974. Diese Art ist eher im Rückgang begriffen, z.B. weil Nester häufig aus hygienischen Gründen entfernt werden, so dass keine Bruten mehr stattfinden können. Um Schwalben zu unterstützen wurden mit einem Kotbrett versehene Nisthilfen entwickelt, die sich an Gebäuden anbringen lassen und mit denen Verschmutzungen vermieden werden können. Auch werden durch Insektenvernichtungsmittel die Nahrungsinsekten reduziert. Schwalben baden recht gerne, tun dies aber im Flug. Dabei touchieren sie kurz die Oberfläche größerer Gewässer, um danach eine neue Runde zu fliegen.