• Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Sperlinge (Passeridae)
  • Gattung: Passer
  • Art: Haussperling

Haussperling (Passer domesticus)

Volkstümliche Namen

Spatz bzw. Sperling leitet sich vom althochdeutschen sparo (zappeln) ab. Im Volksmund heißt er auch Sperk oder Spi(e)gg. Das Schimpfwort Dreckspatz bezieht sich auf die Sandbadelust des Haussperlings.

Ruf des Haussperlings - hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Name

Haussperling, wissenschaftlich Passer domesticus, ein Singvogel aus der Gruppe der Sperlinge, zu der weltweit 36 Arten gehören. In Deutschland leben mit dem Feldsperling und dem ebenfalls zu den Sperlingen zählenden Schneefink nur zwei Verwandte.

Stimme

Der Gesang des Haussperlings ist ein eher monotones Tschilpenhttp://www.lbv.de/fileadmin/lbv_de/service/Vogelstimmen/haussperling.mp3. Häufig zetert er aber auch "terrteterrterr" oder gibt einfache Warnrufe von sich.

Verbreitung

Auf der ganzen Welt, mit Ausnahme weniger Landstriche Südostasiens und Westaustraliens, einiger Regionen am Äquator und rund um die Pole. In Deutschland leben schätzungsweise dreieinhalb bis fünf Millionen Haussperlinge.

Brutverhalten

Mitte bis Ende April beginnt die Brutsaison. Nicht selten bringt er es auf drei oder sogar vier Bruten pro Saison. Meist in Nischen oder Höhlen, vorzugsweise an Gebäuden oder in Baumhöhlen, baut der Haussperling sein einfaches Nest. Der Spatz lebt gesellig und brütet gerne in Gemeinschaft mit anderen Paaren. Nach 11 bis 13 Tagen schlüpfen zwischen vier und sechs Junge aus den bebrüteten Eiern. Der Haussperling, der nach einem Jahr geschlechtsreif ist, lebt in der Regel in "Dauerehe".

Aussehen

Der 14-16 cm große Vogel fällt besonders durch seinen großen Kopf und den kräftigen Schnabel auf. Männchen und Weibchen des Haussperlings unterscheiden sich in ihrem Aussehen. Mit einer schwarzen Kehle, einem aschgrauen Scheitel, kastanienbraunen Streifen an den Kopfseiten sind die Männchen deutlich auffälliger gezeichnet. Auch durch ihren bräunlichen Rücken mit schwarzen Streifen lassen sich die Männchen leicht von den insgesamt unscheinbareren, matt braun gezeichneten Weibchen unterscheiden.

Gefährdung

Rückgang der lokalen Bestände durch fehlende Nistmöglichkeiten in Nischen und unter Dächern. Nahrungsmangel wegen Aufgabe von Kleintier- und Pferdehaltung, saubere Dreschmethoden und artenarme Gärten. Durch Versiegelung der Landschaft fehlen Stellen für Staubbäder.

Nahrung

Der Haussperling ernährt sich vegetarisch mit einer Vorliebe für Körner und Samen. Besonders in unseren Städten hat sich der Vogel dem Angebot angepasst und gilt dort als Allesfresser. Die Jungen füttert der Haussperling in den ersten Tagen fast ausschließlich mit Raupen und anderer tierischer Nahrung.

Verwandte

In Europa leben gerade einmal vier Verwandte des Haussperlings, der Feldsperling, Schneefink, Weidensperling und Steinsperling. Die weitere Verwandtschaft ist bei den afrikanischen Webervögeln aber auch bei den Stelzen, Piepern und Braunellen zu suchen.