• Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Finken (Fringillidae)
  • Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
  • Gattung: Girlitze (Serinus)
  • Art: Girlitz

Girlitz (Serinus serinus)

Volkstümliche Namen

Zum ersten Mal begegnet der heute übliche Name des Vogels in der Form 'Girlin'. Allem Anschein nach ist der Name 'Hirngrille' im deutschen Sprachgebiet weit verbreitet. Früher kam der Girlitz in Bayern nur unregelmäßig vor, und galt daher wie viele andere dieser Arten als ein Vorbote von Pest und Zeiten der Not. Seit Anfang des 19. Jh. Ist er jedoch regelmäßiger und verbreiteter Brutvogel in Bayern.

Kennzeichen

Gelb bis gelbgrüne Oberseite mit dunklen Streifen. Leuchtend gelbe Brust und Bauch. Kleinster heimischer Fink mit hohem, klirrenden Gesang, der meist von hoher Warte vorgetragen wird.

Nest

Auf dichten Bäumen wie Nadelholz, aber auch in Sträuchern und Kletterpflanzen.

Nahrung

Im Frühjahr Knospen und Kätzchen, sonst kleine Sämereien von Wildkräutern und Stauden.

Info

Typischer Stadtrandbewohner. Diese Art ist im 19. Jh. vom Mittelmeergebiet nordwärts nach Mittel- und Osteuropa vorgedrungen.

Vorkommen

(Karte: Rödl et al. (2012): Atlas der Brutvögel in Bayern. Verlag Eugen Ulmer)

März bis August, im milden Regionen auch als Überwinterer. Halboffene, mosaikartige Landschaften mit lockeren Baumbeständen, Gebüschen und freien Flächen.