• Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Stelzen und Pieper (Motacillidae)
  • Gattung: Stelzen (Motacilla)
  • Art: Bachstelze

Bachstelze (Motacilla alba)

Volkstümliche Namen

Aufenthaltsgebiete und Verhaltensmerkmale kennzeichen manche Mundartausdrücke: Wasserstelza, Ackermännle oder Wippsterzen wurde sie früher genannt. In der Oberpfalz galt: Sieht ein Mädchen im Frühjahr erstmals eine einzelne Bachstelze, wird es ledig bleiben, ist es ein Paar, heiratet das Mädchen im selben Jahr.

Kennzeichen

Schwarz-weißes, kontrastreiches Gefieder, schnell trippelnder Gang mit wippendem, langen Schwanz. Der Gesang ist ein gedehnter, oft zweisilbiger Laut wie „dschewitz”, von exponierten Warten wie Gebäudegiebeln vorgetragen. Wellenförmiger Flug.

Vorkommen

März bis November, selten überwinternd

Nest

Halbhöhlenbrüter, in Felsspalten, Abbrüchen, Wurzeltellern oder Kopfweiden zu finden. Auch in Gebäudenischen, Dachträgern und Mauerlücken.

Nahrung

Insekten, Spinnen, auch Springschwänze, Flohkrebse und bis zu 35 mm lange Fischchen. Die Nahrung wird auf offenen Flächen mit kurzer oder fehlender Vegetation durch Ansitzjagd, hinterher rennen usw. gefangen.

Verhalten

Luftfeinde werden mitunter heftig mit Zwitschergesang verfolgt, wobei sich mehrere Individuen zusammenschließen können.

Info

(Karte: Rödl et al. (2012): Atlas der Brutvögel in Bayern. Verlag Eugen Ulmer)

Kommt in offenem Gelände vor, meist in Wassernähe. Ursprünglich wohl an Flussufern und Fluss-Schotterbänken beheimatet, heute Kulturfolger in dörflichen Siedlungen mit Viehhaltung, aber auch an Industrieanlagen.